SAP S/4HANA und Agilität: Von der Chance zur Realität

Die Transformation auf SAP S/4HANA ist keine rein technische Angelegenheit. Sie bietet vielmehr die Chance zu Veränderung und Modernisierung von Prozessen und Strukturen. Dies gilt zuallererst für die Unternehmens-IT und Entwicklung.

Geschwindigkeit und Flexibilität, kurz: Agilität ist der Schlüssel für den Erfolg der Unternehmen in der digitalen Wirtschaft. Die Taktrate der Innovationen steigt, der Anteil von Software an der Wertschöpfung ebenso. Und die Transformation auf die neueste Softwaregeneration aus Walldorf ist der Schlüssel dazu.

74 Prozent der DSAG-Mitglieder glauben laut einer aktuellen Umfrage, dass die Einführung Auswirkungen auf die Geschäftsprozesse haben wird. Und das ist gut so: Denn diese Auswirkungen sind nicht auf die Einführung selbst beschränkt, sondern halten an und schaffen so die Basis für dauerhaften Erfolg.

Doch um dieses Erfolgspotenzial zu erschließen, muss sich auch die Art und Weise ändern, wie Unternehmen ihre SAP-Systeme managen. Denn hier liegt der Ausgangspunkt für Agilität. Dieser Veränderung stehen jedoch fragmentierte Tool-Chains und die wachsenden Ansprüche auf Kundenseite im Wege und bringen die bisherige Arbeitsweise von SAP-Teams an ihre Grenzen. Drei zentrale Aspekte kennzeichnen die Veränderung:

Die Softwareentwicklung modernisieren

Von den Vorteilen moderner Konzepte der Softwareentwicklung wie DevOps oder Continuous Integration (CI) und Continuous Delivery (CD) muss SAP-Bestandskunden heute niemand mehr überzeugen. Zu offensichtlich sind die damit erzielbaren Produktivitätsfortschritte. So ergab eine Google-Umfrage, dass Unternehmen damit neuen Code bis zu 6570 Mal schneller bereitstellen können.

Die Transformation auf SAP S/4HANA bietet die Chance, diese Vorteile zu nutzen. Gerade Unternehmen, die noch vor der Einführung der neuen SAP-Software stehen, sollten die Idee einer mit dem Betrieb eng verzahnten Entwicklung realisieren. Dadurch lässt sich die DevOps-Arbeitsweise noch vor dem Umstieg erproben und verankern. Ihr Wertschöpfungsbeitrag wird dadurch umso größer sein und umso früher einsetzen.

Tool-Chains integrieren

Der Erfolg von DevOps hängt jedoch nicht allein von Prozessen und Strukturen ab. Vielmehr geht es dabei auch um die Automatisierung von Prozessschritten. Diese umfasst so einfache Dinge wie die automatische Aktualisierung der in Jira oder ServiceNow verwalteten Anforderungen, aber auch komplexe Vorgänge wie die Integration von SAP in eine orchestrierte und mehrere Anwendungen umfassende Auslieferungs-Pipeline über Produkte wie Jenkins oder GitLab.

Zu diesem Zweck verknüpft eine SAP DevOps-Automatisierung im Idealfall bestehende Werkzeugketten miteinander. Dadurch lassen sich die Risiken einer DevOps-Einführung, ob vor oder während der Transformation auf SAP S/4HANA, eindämmen und beherrschen.

Wertströme analysieren und managen

Um die Wertschöpfungspotenziale auf dem Weg vom Entwurf bis zur Auslieferung von Software zu bestimmen, analysieren DevOps-Unternehmen immer häufiger die so genannten Wertströme. Dabei handelt es sich sozusagen um die Summe aller einzelnen Schritte auf diesem Weg.

Diese zu definieren und zu managen leistet einen wertvollen Beitrag bei der Konzipierung der Software-Auslieferungspipeline und der Beschleunigung des Transformationsprojekts auf SAP S/4HANA. SAP-Teams sollten sich deshalb auf jeden Fall Zeit dafür nehmen. Zudem spielt DevOps-Automatisierung eine zentrale Rolle bei der Steuerung von Wertströmen – durch Tool-Chain-Integration, Orchestrierung der Softwareauslieferung, Überwachung von Kennzahlen und mehr.

Groß denken – und den ersten Schritt wagen

Der erste Schritt ist immer der schwierigste. Im Fall von DevOps beginnt er in der Entwicklung. Damit er leichter fällt, braucht eine agile Entwicklung bei SAP-Bestandskunden insbesondere zwei Dinge: Die Unterstützung vom Management und von einem Automatisierungswerkzeug, das auf die Architektur von SAP zu geschnitten ist wie ActiveControl von Basis Technologies.

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Joachim Töper Basis Technologies

Autor: Achim Töper

Senior DevOps Solution Specialist

 Bildnachweis: Basis Technologies