Italien, England, China, Russland, Indien und demnächst die USA: Was wie eine Weltreise klingt, ist die Route der Rollouts von SAP Business One beim Familienunternehmen Mennekes. Die gesetzlichen Anforderungen in den einzelnen Ländern gaben dem Projektteam fast überall zu denken. Hier besteht seitens der SAP-Produktentwicklung Nachholbedarf.

Aus der Not eine Tugend gemacht! Mit dem Glühauf legte Aloys Mennekes nach dem Zweiten Weltkrieg den Grundstein für eine unternehmerische Erfolgsgeschichte „Made in Germany“. Streichhölzer waren da­mals Mangelware, also erfand der Tüftler den elektronisch unterstützten Feueranzün­der. Das war das erste Patent, das das sauerländische Unternehmen mit Hauptsitz in Kirchhunden anmeldete. In der Zwischenzeit sprang der Innovationsfunke immer wie­der über. Mit der Entwicklung der weltweit genormten Ladesteckvorrichtungen für Elek­trofahrzeuge hat Mennekes erneut Pionierarbeit geleistet und ein neues Geschäftsfeld erschlossen. Beschäftigt werden weltweit mehr als 900 Mit­arbeiter, zwei Drittel davon in Deutschland.

Geringer Schulungsaufwand als Trumpf

Das Unternehmen ist weltweit mit Toch­tergesellschaften und Vertretungen präsent. Ihre Größen variieren zwischen drei und 170 Mit­arbeitern. Ein weltweites Netz an Nie­derlassungen zu knüpfen, ist eine Sache, die damit verbundenen Geschäftsprozesse zu organisieren und zu harmonisieren, ist eine andere. So wurde 2004 die Aufgabe an die IT-Abteilung bei Mennekes herangetragen, möglichst eine einheitliche Softwarelösung für die heterogen aufgestellten internationa­len Töchter zu suchen. Die wichtigsten Kriterien dabei: Das neue System muss in mög­lichst vielen Ländern verfügbar sein, landes­spezi­fische (legale) Anforderungen abdecken, sich einfach bedienen lassen und die Menne­kes-Prozesse im Standard abbilden. Außerdem war die Integration mit SAP R/3 ein K.o.-Kriterium, was u. a. die folgenden Szenarien betrifft: Austausch von Artikelstammdaten sowie Stücklisten und Prozessinformationen, darunter Bestellabwicklung, die Möglichkeit, den Werksbestand abzufragen und Statusinformationen über Bestellungen zu erhalten.

Demzufolge fiel die Entscheidung auf SAP Business One. Jürgen Bechtel, CIO bei der Mennekes Elektrotechnik GmbH & Co. KG, nennt den überschaubaren Anpassungs- und Einführungsaufwand, aber vor allem den geringen Schulungsaufwand als ausschlaggebende Gründe. „Das System ist einfach ge­halten. Teilweise haben wir drei bis fünf Mit­arbeiter in den Tochtergesellschaften. Dort wickelt eine Person den Einkauf ab, eine an­dere den Verkauf zusammen mit der Lagerverwaltung. Dazu kommt noch ein bisschen Finanzbuchhaltung. Ein R/3-System mit seinen zahlreichen Transaktionen hätten wir den Kollegen gar nicht vermitteln können.“ Auch die Oberflächen für die Tochtergesellschaften anzupassen, wäre vom Aufwand her zu groß gewesen. Also ging es weiter mit der Pionierarbeit bei Mennekes, war SAP Business One 2005 doch ganz neu auf dem Markt und in Form von kleinen Paketen mit der Lizenz zum Schnuppern erhältlich. Also genau das Richtige für die Niederlassung in Italien, wo im September 2005 die Welttour begann.

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