26.08.2013

Am 1. Februar 2014 endet die Übergangsfrist zum neuen europäischen SEPA-Format für Überweisungen und Lastschriften. Die Deutsche Telekom hat ihre „Schäfchen“ schon fast im Trockenen – eine Ausnahme in der deutschen Unternehmenslandschaft.

Mit einem groß angelegten Programm aus insgesamt 24 Einzelprojekten macht sich die Deutsche Telekom fit für die endgültige Einführung des SEPA-Zahlungsverkehrs: „Wir haben sehr rechtzeitig ein umfassendes Pro­gramm aufgesetzt, um SEPA anzugehen, und schon im letzten Jahr mit der Umstellung be­gonnen“, sagt Niels Johannsen, IT-Programm­leiter für die SEPA-Einführung bei der Telekom.

Dabei ist Niels Johannsen für die IT-Systeme verantwortlich – allein damit ist es aber nicht getan: „Wer glaubt, dass sich der SEPA-Zah­lungsverkehr einfach durch das Einspielen eines Software-Updates erledigen lässt, ist ganz sicher auf dem Holzweg“, sagt er. Denn SEPA betreffe eben nicht nur die IT-Systeme, sondern natürlich auch die Buchhaltung und alle Bereiche, wo Kunden ins Spiel kommen. Bei der Telekom mit jährlich rund 83 Millionen Kundenkontakten sind nahezu alle Unternehmensteile betroffen – wie bei vielen anderen Dienstleistern auch.

Vor allem das SEPA-Lastschriftverfahren, das verbindlich zum ersten Februar des nächsten Jahres installiert sein muss, erfordert einschneidende Veränderungen, die eben nicht nur die Zahlungssysteme betreffen: „Wir ha­ben es deshalb von Anfang an als ein gemein­sames Programm von IT und Finanzen aufgesetzt und zusammen die Vorgehensweise und Roadmap festgelegt“, sagt Programmleiter Johannsen, der auch zum SEPA-Kern­team der DSAG gehört. Im Herbst dieses Jah­res soll die Umstellung abgeschlossen und das Unternehmen fit für SEPA sein. Das ist nicht die Regel in der deutschen Unternehmenslandschaft. Denn obwohl SEPA-Über­wei­sungen seit 2009 möglich sind, machen sie bisher weniger als sieben Prozent des Über­­weisungsverkehrs der deutschen Unter­neh­men aus. An der SAP-Software liegt das offenbar nicht: Denn seit 2006 stellt der Soft­ware-Anbieter SEPA-Funktionen bereit. Mitte 2012 haben sich dann SAP-Anwenderunternehmen mit der DSAG und der SAP zusammengesetzt und eine Arbeitsgruppe gebildet, um die noch notwendigen Software-Erweite­rungen für SEPA aus Praxissicht zu besprechen. Inzwischen sind alle Anpassungen auf Seiten der ERP-Software verfügbar oder deren Auslieferung steht unmittelbar bevor, sodass sie in die bestehenden Systeme eingespielt werden können. „Nachdem erst mal nichts pas­siert war, waren wir schon erstaunt, wie schnell und präzise die SAP unsere Anforderungen dann umgesetzt hat“, erklärt Niels Johannsen. Die SAP-Systeme bei der Telekom sind schon mit den SEPA-Erweiterungen ausgestattet und laufen weitgehend problemlos.

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