Energieversorger arbeiten an Dashboard

Für mehr Durchblick: SAP Utilities Enterprise Dashboard

Energieversorgungsunternehmen stehen unter Druck: Komplexe Fragestellungen müssen anhand vorhandener Daten und Fakten schnell und umfassend beantwortet werden, die IT-Architektur sowie die Anforderungen an Auswertungen und Analysen unterscheiden sich aber von Haus zu Haus. Eine gute Lösung zur Abkehr von den nach wie vor dominierenden Excel-Sheets könnte ein SAP Utilities Enterprise Dashboard bieten.

Frank Schmidt, DSAG-Arbeitskreissprecher Energieversorger, zum SAP Utilities Enterprise Dashboard
Dr. Frank Schmidt, Sprecher der Projektgruppe zum SAP Utilities Enterprise Dashboard

Diese Idee wird innerhalb der gleichnamigen DSAG-Projektgruppe seit kurzem vorangetrieben. Deren Sprecher Dr. Frank Schmidt sowie Co-Sprecher Torsten Terveer fassen den aktuellen Stand und das weitere Vorgehen zusammen. „Vor allem im Management sind über Standardauswertungen hinaus individuelle Ergänzungen notwendig, um den jeweils erforderlichen Kontext korrekt herstellen und fachgerecht entscheiden zu können, wie z. B. die kontinuierliche Analyse von Produktdeckungsbeiträgen, sagt Torsten Terveer. „Die gute Nachricht ist: Mit SAP BW/4HANA und der SAP Analytics Cloud (SAC) existieren bereits die passenden Plattformen, die derartige Dashboards und Board-Rooms unterstützen. Sie können große Datenmengen aufbereiten und diese entsprechend den Anforderungen bedarfsgerecht darstellen.“

Analysebedarf ist universell, die SAP Analytics Cloud (SAC) das Mittel der Wahl

Als Zielgruppen bei den Energieversorgern fokussiert man sich auf die Kernbereiche Energievertrieb, Netzwirtschaft, Shared Services und Corporate-Reporting. Was der Ausgangspunkt aller Überlegungen der Projektgruppenmitglieder ist, weiß Dr. Frank Schmidt, Sprecher des DSAG-Arbeitskreises Energieversorger: „Damit so viele Nutzer:innen wie möglich damit arbeiten können, müssen die Anforderungen an die technologische Basis so gering wie möglich sein.“

Dieser Anspruch steht aktuell noch im Gegensatz zu den meist komplexen SAC-Einführungen, die vor allem auf die tiefen Anforderungsanalysen potenzieller Anwenderunternehmen zurückzuführen sind. Er sieht aber auch die positive Seite: „Der Bedarf an aussagestarken und zuverlässigen Analysen ist überall groß, und wenn die SAC das Mittel der Wahl ist, kann eine gemeinsame Entwicklung zwischen den Unternehmen und der SAP unter dem DSAG-Dach auch als Katalysator für deren Einsatz wirken.

SAP Business Warehouse 2.0: noch nicht in vollem Umfang angekommen

SAP BW/4HANA oder die Data Warehouse Cloud bzw. Datasphere setzen wiederum voraus, dass die Energieversorgerunternehmen (EVU) bereits auf HANA migriert sind und/oder die Cloud nutzen. „Auch das ist nicht überall der Fall, genauso wenig wie die Migration auf SAP S/4HANA im ERP-Umfeld überall schon passiert ist“, sagt Torsten Terveer. „Obwohl viele Energieversorgungsunternehmen ihre Analysen bspw. bei der Verkaufsabrechnung mit dem SAP Business Warehouse realisiert haben, fehlt hier wie gesagt noch der nächste Schritt – ganz abgesehen von den vielen Drittlösungen, die ebenfalls noch im Einsatz sind.“ Umso wichtiger ist es daher nun, erstens die Minimalanforderungen zu beschreiben, die notwendig sind, um die Lösung nutzen zu können, und zweitens eine Handlungsempfehlung für die Anwenderunternehmen zu erstellen.

Projektgruppe stellt erste Ergebnisse auf dem DSAG-Jahreskongress 2024 vor

Torsten Terveer, Co-Sprecher der Projektgruppe zum SAP Utilities Enterprise Dashboard
Torsten Terveer, Co-Sprecher der Projektgruppe zum SAP Utilities Enterprise Dashboard

Erste konkrete Schritte der Projektgruppe sind Anfang 2024 die folgenden, wie Torsten Terveer erklärt: „Wir starten mit Design-Thinking-Workshops und ausgewählten Fachvertreter:innen aus den schon oben erwähnten Kernbereichen der EVU, also Energievertrieb, Netzwirtschaft, Shared Service und Corporate-Reporting. Gemeinsam definieren wir die notwendigen Use Cases. Die hierbei erarbeiteten Top-Themenvorschläge dienen dann als Scope, natürlich in enger Zusammenarbeit mit SAP, für das Rapid Proto-Typing, der quasi ersten Arbeitsversion eines SAP Enterprise Utilities Dashboard.“ Hier fließt auch kontinuierlich das Feedback der Projektgruppenmitglieder ein. Es wird entsprechend verarbeitet, damit von Anfang an die bestmögliche Lösung für die Anwenderunternehmen der DSAG entwickelt werden kann. Im Anschluss übergibt die Projektgruppe die Ergebnisse an SAP. „Die Kolleg:innen sind dann entsprechend gefordert, den bedarfsgerechten Business-Content zu entwickeln.“ Geplant ist derzeit, die Ergebnisse auf dem DSAG-Jahreskongress im Oktober in Leipzig sowie auf der SAP International Utilities Conference zu präsentieren.

Unterschiedliche Nutzer:innen-Gruppen können profitieren

Interessant ist das Vorhaben der DSAG-Projektgruppe für unterschiedliche Personen: Leiter:innen Vertrieb und Produkt-Management sowie Business Analyst:innen sind genauso angesprochen, wie Leiter:innen Netzwirtschaft und Asset-Management, aber auch die Leiter:innen Kunden-Service, Verbrauchsabrechnung, Finanzen, Personal, Controlling und Einkauf gehören ersten Einschätzungen nach zur Zielgruppe der Anwender:innen eines SAP Enterprise Utilities Dashboard.