Walldorf, 11.11.2025 – Die Deutschsprachige SAP-Anwendergruppe e. V. (DSAG) begrüßt die SAP-Ankündigung zu SAP SuccessFactors Employee Central Payroll (ECP). Demnach wird SAP ab 2026 ECP auch für den Public Sector in Deutschland anbieten. So wird das Abrechnungsschema für den Public Sector Deutschland (D100, Komponente PY-DE-PS) in ECP bereitgestellt, das bisher in der Cloud-Lösung nicht verfügbar war. Die Erweiterung ist kein Bestandteil einer neuen Produkt-Roadmap, sondern dient der Abdeckung bestehender Anforderungen im Public-Sector-Kontext. Mit den Neuerungen geht SAP auf eine langjährige Forderung der DSAG ein – und schafft damit eine wichtige Grundlage, um die Nutzung von SuccessFactors auch in öffentlichen Organisationen zu erleichtern.

Die DSAG begleitet die Entwicklungen rund um das Thema Payroll und deren Transformation in die Cloud seit Jahren mit klaren Forderungen und konstruktivem Feedback an SAP. „Wiederholt hat die DSAG betont, dass eine moderne Payroll-Lösung nur dann Akzeptanz findet, wenn zentrale Anforderungen erfüllt werden“, erläutert Hermann-Josef Haag, DSAG-Fachvorstand Personalwesen & Public Sector. Zu diesen Anforderungen zählen:
- Wahlfreiheit und Funktionsparität: Die DSAG hat immer wieder unterstrichen, dass On-Premises-Kunden nicht benachteiligt werden dürfen. Eine bloße Verlagerung von Payroll in die Cloud reicht nicht aus – vielmehr müssen Cloud- und On-Premises-Angebote funktional gleichwertig sein und einen fairen, nachvollziehbaren Migrationspfad ermöglichen. Dies gilt nicht nur für die Private-Cloud-, sondern auch für die Public-Cloud-Angebote, hier SuccessFactors.
- Integration als Schlüsselfaktor: Ein großes Anliegen der DSAG war die nahtlose Integration zwischen Payroll-Systemen, SAP SuccessFactors Employee Central und S/4HANA. Datenparallelität und Medienbrüche stellten bislang eine Herausforderung dar, weshalb die DSAG auf durchgängige Datenflüsse, konsistente Schnittstellen und harmonisierte Prozesse gedrungen hat.
- Faire Preispolitik und Transparenz: Die DSAG hat deutlich gemacht, dass eine kundenfreundliche und transparente Preispolitik entscheidend für die Akzeptanz der Cloud-Payroll ist. On-Premises-Kunden dürfen nicht durch versteckte Kosten oder künstlich unattraktiv gemachte Modelle in die Cloud gedrängt werden.
- Klarheit für die Zukunft: Angesichts des absehbaren Wartungsendes von SAP ECC hat die DSAG darauf hingewiesen, dass viele Unternehmen gezwungen sind, ihre Payroll-Landschaften neu aufzustellen. Dabei hat sie gefordert, dass SAP Planungssicherheit und funktionale Kontinuität schafft.
DSAG-Erfolg für verschiedenste Zielgruppen
„Mit diesen Leitplanken hat die DSAG ihre Positionen klar artikuliert und kontinuierlich in den Dialog mit SAP eingebracht. Das jetzt vorliegende Ergebnis ist aus Anwendersicht sehr zu begrüßen, da gleich mehrere Nutzergruppen profitieren“, so Haag. Unternehmen mit komplexen Payroll-Strukturen können durch konsistentere Angebote und Funktionsgleichheit eine echte Option für den Umstieg gewinnen. Aus DSAG-Sicht fehlen jedoch noch einige Branchenfunktionen, um die gesamte öffentliche Verwaltung zu bedienen, wie beispielsweise die Versorgungs- (VADM) oder die Nachversicherungsadministration (NV) für Beamte.
„Dennoch ist die Neuerung aus Sicht der Kunden im Öffentlichen Sektor begrüßenswert. Denn er ist ein Schritt auf dem Weg dahin, dass HR-Abteilungen durch modernere Prozesse und eine verbesserte Transparenz in Gehaltsabrechnungen entlastet werden. Auch IT- und Integrationsverantwortliche profitieren von klaren Schnittstellen und konsistenten Replikationsmechanismen“, fasst Haag zusammen.
Zusammenarbeit als Erfolgsmodell
Diese positiven Entwicklungen sind aus DSAG-Sicht kein Zufall, sondern das Ergebnis einer engen und konstruktiven Zusammenarbeit mit SAP. In Gremien, Arbeitskreisen und Workshops haben Mitglieder ihre Anforderungen, Kritikpunkte und Vorschläge eingebracht – und SAP hat diese Rückmeldungen in ihre Produktplanung und Umsetzungsentscheidungen einfließen lassen. „Für die DSAG und ihre Mitglieder ist dies ein Musterbeispiel dafür, wie durch kontinuierlichen Dialog und konsequente Einflussnahme echter Mehrwert für Anwenderunternehmen entstehen kann“, sagt Haag. Die DSAG wird diesen Weg auch künftig weitergehen, um die Interessen ihrer Mitglieder zu vertreten und die Qualität der SAP-Lösungen nachhaltig mitzugestalten. Gleichermaßen setzt sich die DSAG dafür ein, dass SAP die weiteren fehlenden Anforderungen erfüllt und die bestehende Lücke weiter geschlossen wird.
SAP-Strategie im HR-Bereich: Von Payroll bis Recruiting
Parallel zur Weiterentwicklung von SuccessFactors Employee Central Payroll treibt SAP derzeit auch die Neuausrichtung ihres Recruiting-Portfolios voran. Im August 2025 hat das Unternehmen die Integration der Recruiting-Plattform SmartRecruiters angekündigt – mit dem Ziel, diese langfristig als Nachfolgelösung für SAP SuccessFactors Recruiting zu etablieren. Damit setzt SAP ein weiteres Signal für die Transformation des gesamten HCM-Portfolios in Richtung moderner Cloud-Architekturen.
Aus Sicht der DSAG verdeutlichen sowohl die jüngste Öffnung von ECP für den Public Sector als auch die Integration von SmartRecruiters, dass SAP wichtige Weichen stellt, um bestehende Funktionslücken zu schließen und langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben. Gleichzeitig fordert die DSAG Planungssicherheit, klare Migrationspfade und transparente Lizenzmodelle – sowohl im Bereich Payroll als auch im Recruiting.
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