Walldorf, 26.11.2020 - Anlässlich des virtuellen Digital-Gipfels 2020 des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie vom 30.11. bis 01.12.2020 kommentiert die DSAG die folgenden vier Themen des Kongresses: Innovative Digitalisierung der Wirtschaft, Digitale Arbeitswelt, Digitale Verwaltung und öffentliche IT sowie Digitale Zukunft: Lernen. Forschen. Wissen.

Jens Hungershausen, DSAG-Vorstandsvorsitzender,
zum Thema
Innovative Digitalisierung der Wirtschaft

„Als wichtiger Industriestandort muss Deutschland die Digitalisierung aktiv vorantreiben. Doch obwohl die Unternehmen rein technologisch bereits einen hohen Digitalisierungsgrad erreicht haben, zögern sie häufig noch, z.B. Zahlungsverfolgung, Lieferströme oder die Produktion „digital“ zu realisieren. Dennoch haben sie erkannt, dass die Anforderungen bezüglich der Digitalisierung zunehmen, wie eine aktuelle Umfrage der DSAG belegt und viele Unternehmen geben an, dass sie mit der Digitalisierung schnell vorankommen. Das ist ein deutlich positiveres Bild als vor der Corona-Krise.

Als Industrieverband sind wir uns sicher, dass die Unternehmen erkannt haben, wie wichtig das Thema ist. Allerdings bewegen sie sich bei ihren Bestrebungen auch in einem Spannungsfeld aus sinkenden Umsätzen und massiv schrumpfenden IT-Budgets bei höheren Anforderungen, was Weitblick und strategisches Denken umso wichtiger macht. Nur so können neue Technologien gewinnbringend eingesetzt werden. Die IT muss zudem innovative und integrative Lösungen anbieten.“

 

Statement von Otto Schell, stellv. DSAG-Vorstandsvorsitzender,
zum Thema „Digitale Arbeitswelt

„Die Fokusgruppe ‚Künstliche Intelligenz in der Arbeitswelt‘ greift einen ganz wichtigen Punkt auf. Die Bedeutung von Künstlicher Intelligenz in den Unternehmen wächst. Insbesondere, um aus exponentiell wachsenden Datenmengen nachhaltig Erkenntnisse für das eigene Unternehmen zu gewinnen. Deshalb ist eine umfassende KI-Strategie notwendig. In vielen Unternehmen stehen Projekte in den Bereichen Big Data, Internet-of-Things und Künstliche Intelligenz/Machine-Learning auf der Agenda. Doch damit diese zum Erfolg führen, ist eine ganzheitliche Sicht wichtig, die alle Teilnehmer, Staat, Industrie oder Interessensvertreter einbezieht.

Neben offenen Rahmenbedingungen zum Umgang und zur Gestaltung der KI müssen auch Zukunftsoptionen in den Zusammenarbeitsmodellen Mensch-Maschine-Mensch gewährleistet sein. Gleichzeitig müssen neue Arbeitsumgebungen und Ausbildungen gesichert werden und das Arbeitszeitmodell flexibler werden. Und auch auf der Lösungsseite muss sich etwas tun. Wenn Unternehmen KI-Technologien in ihre Strukturen implementieren sollen, müssen KI-Innovationen im Land gefördert werden. Gleichzeitig müssen neue Arbeits- und Entlohnungsmodelle erwogen werden, um die Vereinbarkeit von Mensch und Maschine ganzheitlich zu betrachten.“

 

Hermann-Josef Haag, DSAG-Fachvorstand Personalwesen & Public Sector,
zum Thema
Digitale Verwaltung und öffentliche IT

„Die Corona-Krise hat gezeigt, dass die Öffentliche Verwaltung in Sachen Digitalisierung hinterher hinkt. Es gibt zwar Vorzeigeprojekte wie die elektronische Steuererklärung, grundsätzlich ist der Weg aber noch weit. Die Gründe dafür sind vielfältig. Eine Rolle spielt z. B. die Skepsis der Public Cloud gegenüber. Aus Sicht der Öffentlichen Verwaltung muss bei der Digitalisierung vor allem sichergestellt sein, dass die Souveränität von Daten und Systemen gewahrt bleibt. Vor diesem Hintergrund hätte z. B.  ein europäisches Modell wie GAIA-X großes Potenzial. Viele Kunden könnten von einem vertrauensvollen Anbieter profitieren.

Darüber hinaus sollte es ein attraktives Angebot geben, um die Transformation von Verwaltungen schneller voranzutreiben und gegebenenfalls innovative Themen ohne kosten- und zeitintensive Vergabeverfahren umzusetzen. Wenn das gewährleistet ist und GAIA-X als das Ökosystem für kritische Aufgaben in der EU vorgegeben wird, hat die Plattform garantierte Kunden und somit Potenzial, ausgebaut zu werden.“

 

Hermann-Josef Haag, DSAG-Fachvorstand Personalwesen & Public Sector,
zum Thema „Digitale Zukunft: Lernen. Forschen. Wissen.

„Um Deutschland als Hightech-Standort zu stärken und die wirtschaftliche und gesellschaftliche Transformation zu meistern, muss ein stärkerer (Wissens-)Transfer zwischen Universitäten, Forschungseinrichtungen und Wirtschaft erfolgen. Parallel spielt die Entwicklung einer nachhaltigen Lernkultur und damit die kontinuierliche Aus- und Weiterbildung eine wichtige Rolle. Als Industrieverband leisten wir unseren Beitrag mit der DSAG-Academy. Die Initiative unterstützt dabei, eine Belegschaft mit zukunftsfähigem Skill- und Mindset aufzubauen und (weiter-) zu entwickeln.

Gleichzeitig wollen wir durch Wissensvermittlung, Austausch und Sponsoring Nachwuchstalente für die IT begeistern und so dem Fachkräftemangel entgegen wirken. Konkret bietet die DSAG-Academy bedarfsorientierte Seminare, Workshops und Thementage. Dabei vermittelt sie nicht nur SAP-spezifisches Fachwissen. Mit ausgewählten Bildungspartnern fördert sie auch den Auf- und Ausbau benötigter Hard- und Soft-Skills für eine erfolgreiche Business-, Team-, Technologie- und persönliche Transformation. Ziel ist es, Mitarbeiter im SAP-Ökosystem mit Trainingsangeboten zu qualifizieren und ihre Leistungsfähigkeit auszubauen.“



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