SAP hat begonnen, einzelne Komponenten ins ERP-System zurückzuführen, um die Komplexität von Systemlandschaften zu reduzieren. Stefan Elfner, Head of System Landscape Governance Board und Chief Development Architect bei SAP, erklärt im Gespräch mit der blaupause-Redaktion, was hinter dieser Strategie steckt und an wen sich diese zusätzliche Produktausprägung richtet.

Herr Elfner, was ist Ihre Aufgabe bei SAP in Zusammenhang mit dem aktuellen Thema Konsolidierung?

Seit 2008 leite ich das System Landscape Governance Board bei SAP. Ziel des Gremiums ist unter anderem, die Betriebskosten für SAP-Lösungen zu senken. Aus diesem Grund beschäftigen wir uns intensiv mit internen Entwicklungslandschaften. Es geht zum einen darum, dass sich die Komplexität der sich aus der Entwicklung ergebenden Systemlandschaften bei den Kunden nicht noch weiter ausbreitet. Und zum anderen, im Idealfall vorhandene Systemkomplexität zu senken. Im Rahmen einer Initiative zur Reduzierung der Betriebskosten (Total Cost of Ownership, TCO) haben wir beispielsweise schon zu einem sehr frühen Zeitpunkt vorgeschlagen, dass die ehemaligen New-Dimension-Produkte SAP Supplier Relationship Management (SAP SRM), SAP Customer Relationship Management (SAP CRM) und SAP Supply Chain Management (SAP SCM) in SAP ERP zurückgeführt werden könnten.

Das klingt nach einer guten Idee. Aber warum wurden die Komponenten damals nicht gleich innerhalb des ERP-Systems zur Verfügung gestellt?

Der Ausgangspunkt zur Entwicklung der drei genannten Produkte war SAP ERP. Um nicht

Stefan Elfner
Stefan Elfner

auf der grünen Wiese anzufangen, wurden Bestandteile aus dem ERP herausgelöst und darauf dann weiterentwickelt. Ziel war es, den Kunden diese Lösungen schneller zur Verfügung zu stellen. Es hätte sonst zu lange gedauert und wäre zu disruptiv gewesen, bis alle Funktionen innerhalb eines ERP-Systems entwickelt worden wären, da die Innovationsgeschwindigkeit in diesen Produkten über der von SAP ERP lag. Zudem wäre die Einführung sehr aufwendig und komplex geworden. Deshalb hat man sich für drei eigenständige Produkte entschieden. Als Integrationsschicht wurde für jedes New-Dimension-Produkt eine für sich optimale Middleware entwickelt, die den Datenaustausch zwischen den einzelnen Lösungen möglich macht. Aktualisierungen der verschiedenen Produkte erfolgten separat von den einzelnen SAP-ERP-Versionen.

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