DSAG-Technologietage 2022: New normal – IT is

Walldorf, 03.03.2022 – “New normal – IT is. Chancen erkennen, Potenziale entfesseln” lautet das Motto der Technologietage 2022 der Deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe e. V. (DSAG) am 03. und 04. Mai 2022 in Düsseldorf. Veränderungen und Disruption haben die letzten beiden Jahre bestimmt und geprägt. Es hat sich eine neue Normalität eingestellt, in der sich viele Unternehmen noch zurechtfinden müssen. Zurückgestellte IT-Projekte müssen gestartet oder wieder aufgenommen und die damit verbundene Transformation vollzogen werden. Neue Anforderungen bringen neue Services und damit neue Lösungen mit sich – gerade im Cloud-Umfeld.

Sebastian Westphal, DSAG-Fachvorstand Technologie
Sebastian Westphal, DSAG-Fachvorstand Technologie

„New normal“ ist als stehender Begriff aktuell in aller Munde. Aber was konkret verbirgt sich dahinter für die SAP-Anwendergemeinschaft? Sicher ist, mehr als virtuelle Meetings und Arbeitsplätze im Homeoffice. Viel wichtiger ist jedoch die Fragen, nach den Auswirkungen auf die SAP-Systeme und das aktuelle Lösungsportfolio. Was die veränderte Realität im SAP-Kontext heute und morgen bedeutet, bringt das Motto der Technologietage 2022 auf den Punkt: „New normal – IT is. Chancen erkennen, Potenziale entfesseln“.

„New Normal“ im SAP-Portfolio

„Es steht außer Frage, dass einige Unternehmen für „New normal“ einen Rückstand werden aufholen müssen, um ihre Anforderungen und Services auch künftig über SAP-Anwendungen abdecken zu können“, erläutert Sebastian Westphal, DSAG-Fachvorstand Technologie. Aber das „New normal“ muss sich auch im gesamten Portfolio der SAP als Cloud-Anbieter widerspiegeln. Das Vertragswesen ist sicherlich nur einer der Punkte, die dabei in den Fokus gerückt werden müssen, aber ein wichtiger. Mit dem Free-Tier-Angebot für die Business-Transformation-Plattform (BTP) beginnt SAP, die angekündigte Wandlung zum Cloud-Anbieter nun auch mit dem entsprechenden Kundenangebot zu unterstützen. Aber bis dieses Ziel endgültig erreicht ist, gibt es noch einiges zu tun. „Die Business Technology Platform Free Tier und einige andere Ansätze gehen bereits in die richtige Richtung“, kommentiert der Technologievorstand. Jedoch ist der Unterbau dieser technischen Lösungen noch sehr fragil. Zu häufig werden immer noch bekannte Vertragsstrukturen aus dem On-Premise-Kontext in Cloud Services überführt. Das lähmt eine schnelle und flexible Adaption von Cloud-Services.

Den Wandel zum Cloud-Anbieter unterstützen

Wie kann vor diesem Hintergrund dann der Weg nach vorn konkret aussehen? Wie kommen die Unternehmen in die neue Normalität und wie geht es dort weiter. Und besonders wichtig in diesem Zusammenhang: Wie sinnvoll und zielführend sind dabei die Transformationsservices von SAP? „Noch unterstützt die SAP die Transformation in den Unternehmen nicht ausreichend und vor allem nicht gesamthaft und skalierbar genug. Eindimensionale As-a-Service-Angebote unterstützen nicht die mehrdimensionalen Herausforderungen im Zuge einer Transformation in den Kundenunternehmen“, fasst Sebastian Westphal zusammen.

So wäre es z. B. wichtig, dass kompetente Partner den Wandel auf Augenhöhe mit den Kundenunternehmen individuell erarbeiten, greifbar und damit umsetzbar machen. Transformationen sind sehr volatile, agile Prozesse und Unternehmen weisen in der Regel heterogene Reifegrade und unterschiedliche Historien auf. Aus diesem Grund ist es schwer zu verstehen, wie ein „Business-Transformation-as-a-Service-Paket diese Komplexität „lichten“ soll.

Klare Sicherheitskonzepte und -Standards

Auch wird die SAP für alle Lösungen und über sämtliche Bereiche hinweg sehr viel stärker den Bereich Cloud Security mit klaren Konzepten und für die Kunden umsetzbaren Lösungen sowie Standards begleiten müssen.

Die letzten Monate haben mit der log4j-Sicherheitslücke und der kritischen Lücke im SAP Applications Employing Internet Communication Manager (ICM) abermals eindrücklich gezeigt, dass das Thema Security eine Roadmap sowie ein Upgrade der Services seitens SAP benötigt. Dies sollte neben der Bereitstellung der erforderlichen Dashboards insbesondere die Entwicklung von APIs umfassen, die sicherheitsrelevante Konfigurations-Items messbar machen. „Auch ist für die Zukunft im Sinne der Kunden zu definieren, welche Sicherheits-Produkte wo und von wem bereitgestellt und entwickelt werden – und wie sich anbieterübergreifende Standards und Strategien beispielsweise zwischen SAP und den HyperScalern konkret harmonisieren lassen“, so Sebastian Westphal.

Die DSAG-Technologietage bieten den Rahmen, um diese und viele weitere Themen zu diskutieren, die dazu beitragen sollen, dass die neue Normalität schnell zur gelebten Wirklichkeit wird, mit allen Chancen, um Potenziale zu entfesseln. Weitere Informationen zu den Technologietagen unter dsag.de/techtage

DSAG-Technolgietage 2022

Zu den ersten physischen DSAG-Technologietagen 2022 nach der Corona-Pause werden rund 1.600 Teilnehmende erwartet. Keynote-Sessions mit den DSAG-Vorständen Sebastian Westphal und Christine Grimm sowie dem ​SAP-Vorstandsmitglied Jürgen Müller stehen auf der Agenda. Ebenso ein Roundtable mit Vertretern von DSAG, SAP, Google (GCP), Microsoft (Azure) und Amazon (AWS) zum Stand des SAP-Security-Portfolios bei den Hyperscalern, konkreten Sicherheits-Standards und zum Thema Roadmap. Zudem wird Thomas Henzler, DSAG-Fachvorstand Lizenzen, Service & Support, ​einen Vortrag zum Themenschwerpunkt „NextGen Service & Support“ präsentieren. 25 Themensitzungen der DSAG-Gremien mit rund 100 Vorträgen sorgen an beiden Veranstaltungstagen für ein abwechslungsreiches Programm. TED-Talks, Expert- und Live-Influencing-Sessions der SAP sowie fünf SAP-Hands-on-Workshops mit limitierter Teilnehmerzahl, zwölf Partnervorträge sowie eine Fachausstellung mit 30 Partnern runden die Veranstaltung ab.

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Sebastian Westphal, DSAG-Fachvorstand Technologie
Sebastian Westphal, DSAG-Fachvorstand Technologie

DSAG-Pressemitteilung: Technologietage 2022 – Vorankündigung